Matthias Aeppli

Meine handwerklichen Fähigkeiten begeisterten früh schon meinen Lehrer, doch war der Bildungsweg über Generationen hinweg vorgespurt. So studierte ich Betriebsingenieur an der ETH und lernte strukturiert zu denken. Endlich verstand ich die Welt - vermeintlich - denn gleich in den ersten Praxisjahren musste ich erfahren, wie vieles auf der Welt unlogisch blieb. Um dies besser zu verstehen bildete ich mich in Managementpsychologie weiter, wurde Unternehmensberater und anschliessend Geschäftsführer. In dieser Funktion habe ich fünf Unternehmen aus schwierigen Konstellationen zum Erfolg geführt, so dass mein Vater mich einen «Künstler» nannte.
Das war für mich absolut zutreffend. Denn als «Manager» fühlte ich mich nur bedingt. Vielmehr war ich «Unternehmer», ein innovativer Entwickler, der auf die Stärken und Potentiale der Mitarbeitenden setzte und die Unternehmensziele personenbezogen vereinbarte.
Nebst der Familie pflege ich den Sport, das Fotografieren und designe Möbel. Vor der Pensionierung begann ich mit Ton zu Modellieren, wodurch meine handwerklichen Fähigkeiten wieder zur Geltung kommen. Die spezifischen Eigenschaften des Materials und die vielen Verfahrensschritte musste ich erst noch kennenlernen, doch ermöglicht mir meine Unbefangenheit auch Eigenständiges zu gestalten. Zukünftig möchte ich, zusammen mit anderen Künstlern, in einer Künstlergemeinschaft arbeiten.